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Rhein-Zeitung - Ausgabe Asbach, Linz, Unkel

Marathon wird zum echten Geheimtipp

Leichtathletik: Sportler und Organisatoren in Windhagen rundum zufrieden

" Eine richtig tolle Veranstaltung, die wieder einmal super organisiert war. Die Kinder haben sich seit Wochen nur auf diesen Tag gefreut und sich im Kindergarten gut auf ihren Lauf vorbereitet. "

Ute Stockhausen (36 Jahre) aus Windhagen stand nach 2007 zum zweiten Mal an der Strecke. Erneut war Sohn David dabei und platzierte sich bei den Bambini im vorderen Mittelfeld. Schwester Susanne Walter war ebenfalls auf der Strecke und war über fünf Kilometer unterwegs.


Mit 708 Sportlern verzeichnete die Laufveranstaltung rund um den Windhagen-Marathon einen neuen Teilnehmerrekord. Viele Athleten entschieden sich für die Halbdistanz.

WINDHAGEN. "Die Strecke ist wunderschön, die Organisation super gut. Im nächsten Jahr sollen noch viel, viel mehr Leute nach Windhagen kommen." Dieses Lob, das den Organisatoren des zweiten Windhagener "Running- for-Children"-Marathons verdientermaßen schmeicheln dürfte, stammt aus berufenem Munde: Vorjahressieger Thomas Mauel, der seine Bestzeit in diesem Jahr zwar um sieben Minuten auf 3:08 Stunden verbesserte, mit dieser Leistung jedoch diesmal "nur" auf Rang vier landete, geriet nach 42,195 zurückgelegten Kilometern ins Schwärmen.

Der landschaftlich reizvolle Streckenverlauf, der sich zumeist auf gelenkfreundlichen Waldwegen entlang des Pfaffenbachs und des Hallerbachs schlängelt, war dem 42-jährigen Sportler von der SSG Königswinter in bester Erinnerung geblieben. Doch wer kräftig die Werbetrommel rührt, der ruft auch die Konkurrenz auf den Plan. Den Sieg über die Marathondistanz erkämpfte sich in diesem Jahr Thorsten Krebs aus Linz. "Ich habe mir das Rennen gut eingeteilt", berichtet der Polizist. "Ab Kilometer 15 habe ich gemerkt, dass ich alleine war und einen guten Vorsprung hatte. Ab da bin ich dann auf Sieg gelaufen." Die 523 zurückzulegenden Höhenmeter gingen auch am Sieger nicht spurlos vorbei: "Es ist schon ein großer Unterschied zu den Straßen-Marathons, die ich normalerweise laufe. Doch mit meiner Zeit von 2:52 Stunden - das sind rund zehn Minuten mehr, als ich normalerweise brauche - bin ich rundum zufrieden."

Pünktlich um neun Uhr morgens schickte Georg Hackl, der als Botschafter der Aktionsgruppe "Kinder in Not e.V." erneut die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hatte, die Sportler auf die Strecke.
Von den insgesamt 708 Aktiven, die dem Windhagen-Marathon einen neuen Teilnehmerrekord bescherten, entschieden sich 61 Läufer für die Marathondistanz. 131 Läufer gaben sich mit der Hälfte der Strecke zufrieden, auf der immerhin 267 Höhenmeter zu bewältigen waren. Der Kölner Triathlet Sebastian Leins brachte die Strecke als Erster hinter sich. Während sich Marathonis und Halbmarathonis durch Windhagens Wiesen und Felder kämpften, herrschte auf der Kunststoffbahn des Windhagener Stadions eifriges Gewusel: 276 Paar kurze Beine machten sich auf den Weg auf die Stadionrunde, die der siebenjährige Ricco Nagel vom Volkssport Troisdorf in 1:37 Minuten absolvierte. "Wir sind begeistert vom großen Interesse von Schülern und Bambini", freute sich Organisator Dr. Günter Soost, der gemeinsam mit Hackl und Ortsbürgermeister Josef Rüddel Medaillen an die Nachwuchssportler verteilte. Walker und Nordic-Walker, sowie die Teilnehmer des Minimarathons (10,6 Kilometer) und des Jedermannlaufes (5 Kilometer) ließen sich von der guten Stimmung, die von der Bonner Band "Zoll-Stock" mit rockigen Hits von Metallica bis Robbie Williams unterstützt wurde, anstecken. Wer sich von den Strapazen der Strecke erholt hatte, gönnte sich entweder eine gesunde Apfelschorle oder ein etwas weniger gesundes, dafür aber erfrischendes Getränk vom Bierstand. Mit Bier wurden die Marathonis an den insgesamt acht Verpflegungsständen entlang der Strecke nicht versorgt. Dafür standen die fleißigen Helfer mit Wasser, Bananen und nassen Schwämmen bereit.
Hans-Josef Eichen, der mit seinen Helfern die fünfte "Wasserstelle" bei Marathon-Kilometer 25,5 betreute, stieß bei den Vorbeieilenden auf positives Feedback "Ich glaube, die Sportler fühlen sich in Windhagen gut betreut." Eine Einschätzung, die alle Leistungsträger bestätigten. Unzufrieden war die Marathonsiegerin Birgit Lennartz (LLG St. Augustin) allein mit ihrer Zeit von 3:31 Stunden. "Die Strecke war super, aber ich bin erkältet", erklärte die Vielstarterin knapp. Auf verschnupfte Nasen hatten die Veranstalter des zweiten Windhagen-Marathons freilich keinen Einfluss - alle anderen Widrigkeiten einer Großveranstaltung meisterten 170 Helfer mit bester Vorbereitung und gut gelauntem Einsatz.    


Sonja Weber
Rhein-Zeitung - Ausgabe Asbach, Linz, Unkel

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