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Presse Generalanzeiger, Bonn 07.05.2008 Schön, schöner, Windhagen-Marathon LAUFEN Die anspruchsvolle Strecke belohnt die Teilnehmer mit einer traumhaften Landschaft WINDHAGEN. Wer ist die Schönste im ganzen Land? Reizvolle Laufstrecken gibt es im und rund um das Siebengebirge viele, die in Windhagen verdient aber vielleicht den Titel der allerschönsten. Bei der zweiten Auflage des Marathons "Running for children" am Sonntag konnten sich die Läufer davon überzeugen. Wer sich darüber im Klaren ist, dass ihn in Windhagen keine Rennstrecke wie beim Bonn-Marathon erwartet, wird mit herrlicher Landschaft belohnt. Da lässt sich nicht jeder Kilometer im gleichbleibenden Lauftempo abrollen, sondern die Geschwindigkeit ist der Topografie angepasst. Kurz nach dem Start mit einer Ehrenrunde im erst wenige Jahre alten Stadion, der Überquerung von Autobahn- und ICE-Trasse und einigen hundert Metern durch Windhagen taucht der Läufer in nahezu unberührte Natur ein. Durch den morgendlich kühlen Wald geht es auf Wanderwegen allmählich bergab Richtung Germscheid. Rund 150 Meter verliert man an Höhe, bevor es über Felder und ein kleines Stück Landstraße steil bergan und anschließend wieder bergab zur Köttinger Mühle geht. Wenig später erwartete einige Läufer eine Schrecksekunde. Dort, wo sich nach knapp zehn Kilometern die Marathon- und Halbmarathonstrecke teilten, ließ ein Hinweisschild den Halbmarathonläufern die Wahl zwischen zwei Wegen. Der Streckenposten stand zwar an der richtigen, hinteren Abzweigung, konnte dort aber nicht verhindern, dass einige Läufer sich erst einmal für den vorderen Abzweig entschieden. Richtig war der idyllische Weg mehrere Kilometer durchs Pfaffenbachtal, wo das Laufen zum echten Genuss wurde. Der Bach wurde zwischendurch auf einer kleinen Brücke überquert, bevor das in den Himmel ragende Viadukt von Autobahn und ICE unterquert wurde. Was die Läufer anfangs an Höhe verloren hatten, mussten sie nun im Hallerbachtal allmählich wieder wettmachen. Doch auch das ging fast spielerisch. Bis zum Wildschweinweg. Der nach dem Borstentier in einem angrenzenden Gehege benannte Schotterweg führte die Läufer auf einer steilen Rampe hoch zum Windhagener Stadion. Die letzten hundert Meter bis zum neuen "Marathontor", das auch für die Halbmarathonläufer das Ziel bedeutete, liefen sich dann wie von selbst. Zurück blieb der Eindruck einer traumhaften Strecke, die mehr als 130 Halbmarathonläufer und 60 Marathonläufer verdient gehabt hätte. Dank der Schüler- und Jedermannläufe waren es insgesamt doch über 700 Teilnehmer. Die perfekte Organisation, für die 170 Helfer sorgten, und der familiäre Rahmen der Veranstaltung mit der abschließenden großen Siegerehrung im Innenraum des Stadions werden sich aber sicher herumsprechen. GA-Redakteur Hansjürgen Melzer nahm am Halbmarathon teil.
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