
Presse
Rhein-Zeitung, Neuwied, 21. Mai 2007
Windhagen-Marathon überzeugt
Leichtathletik: Steckenverlauf verlangt den Teilnehmern alles ab - Mehr als 600 Teilnehmer starten über verschiedene Strecken
"Eine schöne, aber anspruchsvolle Strecke" - darin waren sich alle Absolventen des ersten Windhagener Marathons, der am Sonntag zugunsten der Aktionsgruppe "Kinder in Not" ausgetragen wurde, einig.
WINDHAGEN. Rund 200 Sportler machten sich beim ersten Windhagen-Marathon auf den abwechslungsreichen Weg über 42,195 Kilometer durch die Natur. Auch Halbmarathon, Mini-Marathon, Jedermann-Lauf und Schülerläufe standen auf dem Programm - was den Organisatoren die stolze Zahl von insgesamt 600 Teilnehmern bescherte.
"Für die Provinz ist das, was wir hier auf die Beine gestellt haben, gar nicht mal so übel", lobte Ortsbürgermeister Josef Rüddel die Organisation des ersten Windhagener Marathons, der am Wochenende unter dem Motto "Running for Children" ausgetragen wurde.
"Gar nicht mal so übel" - das waren bescheidene Worte angesichts dessen, was die teilnehmenden Sportler über den Marathon rund um die Gemeinde Windhagen zu berichten wussten. Ein "dickes Kompliment", richtete Thomas Mauel, der die knapp 42,2 Kilometer lange Strecke in 3:15 Stunden zurücklegte und mit dieser Zeit als erster den Zieleinlauf auf dem Windhagener Sportplatz passierte, an die Organisatoren. "Vor allem die gute Unterstützung entlang der Strecke sowie die liebevolle Betreuung und die aufmunternden Worte an den Verpflegungsstationen", hob der Athlet des SSG Königswinter hervor. "Ganz ohne" sei die Strecke, deren maximale Steigung immerhin 20 Prozent betrug, allerdings nicht gewesen. "In den letzen drei Wochen habe ich drei Marathons und zwei Fahrradrennen absolviert. Diese Strecke hatte es in sich - überhaupt kein Vergleich mit einem Stadt-Marathon - aber dafür landschaftlich umso reizvoller."
Pünktlich um neun Uhr hatte Georg Hackl, der als Botschafter der Aktionsgruppe "Kinder in Not" die Schirmherrschaft des Laufevents übernommen hatte, die rund 200 Sportler auf die Strecke geschickt. In kurzem Abstand folgten die Absolventen des "Mini-Marathons" über 10,6 Kilometer, sowie die Teilnehmer am "Jedermann"-Lauf, Nordic- Walker, Schüler und Bambinis. Insgesamt konnte das Wettkampfbüro rund 600 Startnummern an lauffreudige Teilnehmer ausgeben. "Mit der Teilnehmerzahl sind wir sehr zufrieden", freute sich Organisator Dr. Günther Soost. "Obwohl die Anmeldungen anfangs etwas stockend eingingen, haben sich viele Sportler aufgrund des guten Wetters wohl noch spontan zur Teilnahme entschieden."
Von langer Hand geplant war die Teilnahme am Windhagener Lauf dagegen von Familie Fuchs aus Helbershausen im Siegerland: Nachdem der 10-jährige Arne den Schülerlauf über 1200 Meter als Sieger beendet hatte, waren Mutter und Vater Fuchs voll des Lobes. "Wir sind mit der ganzen Familie angereist und sind begeistert von der guten Stimmung auf dem Sportplatz." Die Asbacherin Andrea Anger, die den Halbmarathon in einer Zeit von 2:13:44 Stunden absolvierte, war stolz - auch ohne Medaille: "Der Streckenverlauf ist durchaus anspruchsvoll. Das steile Stück zum Sportplatz hinauf hat meinen Beinen den Rest gegeben." Maresa Kassel, die mit einer Zeit von 1:45:03 Stunden siegte, wirkte dagegen vergleichsweise frisch - ebenso Juliane Scheel von der TSG Helbershausen, die die doppelte Strecke als Siegerin in einer Zeit von 3:35:40 Stunden zurücklegte.
Etwas später als gewohnt kam trotz guter Vorbereitung der Sieger der Marathon-Strecke ins Ziel: "Normalerweise laufe ich den Marathon in etwas weniger als drei Stunden", räumte Thomas Mauel ein. "Aber bei einer solch anspruchvollen Strecke muss man eben ein paar Minuten mehr in Kauf nehmen."
Sonja Weber
Rhein-Zeitung - Ausgabe Asbach, Linz, Unkel vom 21.05.2007, Seite 26.
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